PARAIBA FINE JEWELRY steht für Statement-Pieces, die überwiegend in Handarbeit gefertigt werden. Die Unikate oder sehr kleinen Auflagen entstehen aus 14- und 18-Karat Gold sowie Sterlingsilber vergoldet oder geschwärzt und werden mit verschiedenen farbigen Edelsteinen, Diamantpavé und Türkis vollendet. Farbige Edelsteine inspirieren die beiden Gründerinnen zu Ideen und Entwürfen, die von Goldschmieden für PARAIBA FINE JEWELRY umgesetzt werden. Gegründet wurde das junge Schmuck Label im Sommer 2017 von Susanne Linge und Friederike Lagoni – Mutter und Tochter aus Hamburg und Berlin. Die individuellen und hochwertigen Schmuckstücke werden ausschließlich online über www.myparaiba.de angeboten. 

 

DIE KOLLEKTION

 

Die Fine Jewelry Kollektion besteht aus hochwertigem Echtschmuck-Unikaten sowie kleinen Auflagen von nur zwei oder drei Stücken, die überwiegend in Handarbeit gefertigt werden. Im Fokus stehen bei jedem Schmuckstück farbige Edelsteine, Diamantpavé und Türkis gefasst in 14k und 18k Gold und Sterlingsilber vergoldet oder geschwärzt. Kreiert werden die Einzelstücke nach dem Motto: form follows diamond. Der Stein ist hier Ausganspunkt für das Design des Schmuckstücks. „Wir verfügen über ein kleines Edelstein Depot mit mehreren hundert Steinen, aus dem wir schöpfen können“, so Susanne Linge, die für das Design verantwortlich zeichnet. Einige Elemente der Schmuckstücke werden in kleinen, familiengeführten Manufakturen in Indien und Thailand gefertigt, wie zum Beispiel die Pavéarbeiten oder geschnittene und gravierte Edelsteine. Zusammengefügt werden sie durch deutsche Goldschmiedemeister, die den Feinschliff vornehmem. 

 

„Wir möchten hochwertige und interessante Signature Pieces anbieten – und das zu erschwinglichen Preisen“, beschreibt Gründerin Friederike Lagoni ihre Kollektion. Lagoni, die vorher in der Filmbranche tätig war, möchte mit ihrem hochwertigen Unikatschmuck besonders unabhängige, erfolgreiche Frauen ansprechen, die sich selbst beschenken möchten. „Wir wollen Schmuckstücke für anspruchsvolle, stilsichere und mutige Frauen entwickeln, die sich selbst etwas Gutes tun wollen und ihren Schmuck nicht nur zum Abendkleid tragen möchten“, ergänzt sie.

 

Derzeit führt PARAIBA FINE JEWELRY ca. 130 Stücke im Sortiment. Die Kollektion ist ausschließlich über die eigene Website www.myparaiba.de zu beziehen.

 

 

WIE ALLES BEGANN…

 

Die Architektin und Autodidaktin Susanne Linge setzt sich seit langem mit Gemmologie auseinander. „Sie hat als Architektin einen starken Designbezug und vor einigen Jahren angefangen, aus Vintage-Stücken neue Kreationen zu entwerfen und zu fertigen“, erzählt Gründerin Friederike Lagoni. „Dann habe ich im Jahr 2010 einen Paraiba Turmalin bei einem Edelstein-Händler gekauft, so fing alles an. Danach kamen weitere Steine bei Auktionshändlern und durch Kataloge hinzu“, sagt die Designerin. Sie recherchierte, las viel, kaufte und sammelte Steine und Vintage-Stücke auf Antikmessen, u.a. in Skandinavien. Aus einer Mischung an erworbenen Vintage-Schmuckstücken, altem Goldschmuck, sowie Edelsteinen und eigenem privaten Schmuck entstanden damals neue, eigens designte Schmuckstücke, die von einem Goldschmied anfertigt wurden. Diese wurden erfolreich über große Auktionshäuser verkauft.

 

„Wir entwickelten schnell eine Faszination für verschiedenste farbige Edelsteine wie z.B. die sogenannten „fancy diamonds“ (farbige Diamanten), insbesondere aber für den Paraibaturmalin, der sehr selten ist und mit intensiven Blau-, Türkis- und Grüntönen beeindruckt“, erzählt Friederike Lagoni. „Der Paraiba-Turmalin ist noch relativ unbekannt und sehr begrenzt und zählt damit zu dem wertvollsten Steinen überhaupt. Er hat uns so fasziniert, dass wir unser Konzept nach ihm benannt haben“, ergänzt Susanne Linge, Co-Founder und Designer von Paraiba.


Es ist der hohe Kupferanteil (>2%), der den Unterschied zu "normalen" Turmalinen macht. Ebenso Gold und Mangan, das v.a. für die Violettöne verantwortlich ist. Der Schliff erhöht ihre Wirkung, Reinheit ist hier Nebensache. Wertvoll ist die Farbe. Der ursprüngliche Fundort im namensgebenden brasilianischen Bundesstaat Paraiba war in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts entdeckt worden. Electricblue und -green war eine Weltsensation. Leider war die Ausbeute der Mine recht gering, sie ist längst erschöpft. Gefunden wurden auch nur überwiegend kleine Steine, die größten wogen 20 Karat.

 

Als dann nach einem spektakulären neuen Fund in Moçambique (Ende 2005) im Jahr 2008 eine zweite Welle gleichwertiger Steine auf den Markt "rollte", auf die wir ab 2009 aufmerksam wurden, weitete sich unsere Sammelleidenschaft aus. Auch diese Minen sind inzwischen quasi erschöpft.

 

Der Vollständigkeit halber: Ende 2000 wurden schon in Nigeria kupferhaltige Turmaline gefunden, die allerdings farblich nicht vergleichbar sind.